Tag der ökologisch-sozialen Marktwirtschaft 2010

Der Vorsitzende der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V., Hans-Joachim Ritter gab zusammen mit dem Vizepräsident des Umweltbundesamtes, Thoams Holzmann, am 10.9.2010 in Dessau eine Pressekonferenz zum “Tag der Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft”.

Hier die Presseerklärung der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V.

Presserklärungzum“Tag der Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft”
(12. September)Stiftung für Ökologie und Demokratie plädiert für
Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft als globales Modell

Anlässlich des diesjährigen Tages der Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft (12. September) erklärte der Vorsitzende der Stiftung für Ökologie und Demokratie, Hans-Joachim Ritter, es sei ein Gebot der Stunde, angesichts der globalen sozialen und ökologischen Herausforderungen die Soziale Marktwirtschaft zu einer Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft als weltweites Modell fortzuentwickeln.

Mit Instrumenten wie einer Ökologischen Steuerreform, durch das die Preise die ökologische Wahrheit sagen, dem Handel von Emissionsrechten oder der Einführung von Einspeisevergütungen für Strom aus erneuerbare Energien, ein deutsches Modell, das mittlerweile von 40 Ländern übernommen worden sei, kommen mit marktwirtschaftlicher Dynamik Ökologie und Ökonomie in Schwung, erklärte Ritter in Bonn. Desweiteren forderte Ritter die Abschaffung umweltschädlicher Subventionen.

Auch Bundesminister a.D. Dr. Norbert Blüm, Mitglied des Stiftungskuratoriums, betonte: “Die Marktwirtschaft ist nur als sozial-ökologische funktionsfähig.”

Erst nachdem die Absicherung der elementaren Lebensrisiken: Invalidität, Krankheit, Unfall, später Arbeitslosigkeit und Pflege, aus dem Betrieb externalisiert und vom Sozialstaat übernommen worden sei, sei eine unternehmerische Ratio, die sich im Wettbewerb bewährte und am Gewinn orientiert habe, möglich gewesen, betonte Blüm. Solange der Betrieb Familie war, habe sich keine Produktivität entwickeln können. Die mittelalterliche Feudalwirtschaft wie die Zunftordnungen hätten kein Fundament für ein marktwirtschaftliches System geboten. Erst der Sozialstaat mache die Marktwirtschaft überlebensfähig.

Nach Auffasung des früheren Bundesministers müsse auch das ökologische Element berücksichtigt werden, denn: “Eine Marktwirtschaft, die nur Gegenwartsnachfragen befriedigt, verstößt gegen die Überlebensbedingungen der Menschheit. Sie raubt der Marktwirtschaft die Voraussetzung, von der sie lebt, nämlich eine intakte Umwelt. Wenn die Ressourcen der Menschheit rücksichtslos verbraucht werden, hat die Marktwirtschaft keine Zukunft.”